Kinder und Jugendliche, die sich nicht über ihre Lautsprache verständlich machen können, haben große Probleme am Leben in der Familie, im Kindergarten oder in der Schule und Arbeitswelt gleichberechtigt aktiv teilzunehmen.
Bedürfnisse zu äußern, Fragen zu stellen, Antworten zu geben, Entscheidungen zu treffen, Gedanken zu äußern und Missverständnisse aufzuklären fällt ihnen schwer oder ist s ogar unmöglich. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen elektronische Kommunikationshilfen, Symbole und/oder Gebärden.
„Unterstützte Kommunikation“ ist die deutsche Bezeichnung für das Fachgebiet der Augmentative (ergänzenden) and Alternative (ersetzenden) Communication (AAC) mit dem Ziel der Verbesserung der kommunikativen Möglichkeiten von Menschen mit schwer verständlicher oder fehlender Lautsprache (vgl. Braun Die Methoden der Unterstützten Kommunikation beinhalten dabei alle pädagogischen und the rapeutischen Hilfen, die Personen ohne oder mit erheblich eingeschränkter Lautsprache zur Verständigung und zur Verbesserung ihrer kommunikativen Möglichkeiten angeboten werden (vgl. Wilken, 2002).
Die Zielgruppe von UK umfasst damit alle Personen, deren aktive Verbalsprache nicht ausreicht, um vollumfänglich an ihrem Alltag teilzunehmen und entsprechend mit anderen zu interagieren: Die Methoden der UK werden innerhalb des sogenannten „multimodalen Kommunikationssystems“ des Einzelnen oft nach „körpereigenen“ und „externen“ Formen.
Die gleichberechtigte Teilhabe am Unterricht ist für diejenigen Schülerinnen und Schüler erschwert, die nicht oder nicht schnell genug mit der Hand schreiben kön nen oder weitere motorische Probleme haben. Zum Teil fällt es ihnen schwer, die Standard PC Eingabegeräte wie Tastatur und Maus zu bedienen.
Alle diese Schülerinnen und Schüler benötigen spezielle Ansteuerungshilfen und Softwarelösungen, um den PC und elek trische Geräte selbstständig und effektiv nutzen zu können. Durch die Anpassung von Kommunikationshilfen im Hinblick auf deren Ansteuerung ist innerhalb des Fachgebietes der UK die Schnittstelle zur „Assistiven Technologie“ gegeben: dem Fachgebiet, das sich mit der Anpassung technischer Hilfen zum Ausgleich einer Behinderung befasst. Sie spielt für einige UK Nutzer eine große Rolle, z.B. wenn der PC an motorische Möglichkeiten angepasst werden oder eine Umfeldsteuerung die Bedienung des Wohnumfeldes ermögl ichen soll.